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01.08.2014

Gemeinsam arbeiten, zusammen wachsen - 30 Jahre Eckernförder Werkstatt am Holm 17-21

Im Grunde sind es immer die Verbindungen mit Menschen, die dem Leben seinen Wert geben.  (Wilhelm v. Humboldt)

Gewachsen ist die Eckernförder Werkstatt, seit sie, als Außenstelle der Rendsburger Werkstatt, 1975 gemietete Räume in der Schleswiger Straße 33 in Eckernförde bezog. Anfangs arbeiteten 20 bis 25 Menschen mit Behinderung aus dem Altkreis Eckernförde in der neugegründeten Einrichtung. 1984 zog die Eckernförder Werkstatt  in die neugebaute Anlage am Holm 17 um. Hier ist sie noch heute, nach einer erneuten Erweiterung 1994, angesiedelt.

‚Gemeinsam arbeiten – zusammen wachsen’ meint das Miteinander in der Eckernförder Werkstatt als Gesamtheit sowie mit den auftraggebenden Firmen und dem sozialen Umfeld.

Um diese Arbeit leisten zu können, bedarf es großer Empathie und Zugewandtheit.

Die sonderpädagogisch geschulten Fachkräfte unterstützen die behinderten Menschen in den Dingen des täglichen- und des  Arbeitslebens gemäß ihres Diakonischen Auftrages. Der Alltag in der Werkstatt mit geregelten Abläufen, klaren Strukturen sowie den Kontakten untereinander und mit Außenstehenden gibt den Menschen Sicherheit und das Gefühl des eigenen Wertes.

Seit 2007 hat sich die Kaffeerösterei in der Speicherpassage in stilvoll eingerichteten Räumen als Außenarbeitstelle etabliert. Zehn Menschen mit Handicap leisten, unter der Anleitung von fünf Fachkräften, an diesem exponierten  Arbeitsplatz Erstaunliches.

Die WfbM /Werkstätten für Menschen mit Behinderung sind gehalten, nach den Grundsätzen der freien Marktwirtschaft zu kalkulieren. Dementsprechend sind die geforderten  Preise marktüblich. Als Non-Profit-Organisationen ist es für sie ausgeschlossen, Gewinne zu erzielen. Alle Einnahmen dienen dazu, die Entgelte der Beschäftigten zu erwirtschaften.

Als anerkannte Einrichtung im Sinne des Neunten Buches Sozialgesetzbuch (SGB IX) kann die Eckernförder Werkstatt den Auftraggebern 50% der Arbeitsleistung als Ausgleichsabgabe ausweisen.

Am 22. August 2014 geht in der Eckernförder Werkstatt eine Ära zu Ende

Wenn am 22. August diesen Jahres die Eckernförder Werkstatt ihr Jubiläum feiert, geht gleichzeitig eine Ära zu Ende. Nach 36 Jahren verabschiedet sich Einrichtungsleiter Udo Tank in den Ruhestand. Er hat entscheidend das Gesicht der Werkstatt geprägt. 1975 übernahm Udo Tank als ‚Ansprechpartner’ die Leitung der Außenstelle in der Schleswiger Straße. Später wurde er zum Einrichtungsleiter ernannt. Er fühlte sich vor allem den Menschen und dem Leitspruch ‚Gemeinsam arbeiten, zusammen wachsen’ verpflichtet. Sein Anliegen war es, dass sich die Menschen mit Handicap mit Leib und Seele in der Eckernförder Werkstatt wohlfühlen.

Aktuell stellt sich die Eckernförder Werkstatt auf den Personenkreis ihrer älter werdenden Beschäftigten ein.

Alljährlich im November richtet die Eckernförder Werkstatt nun schon traditionell den Norddeutschen Handwerkermarkt aus. Etwas 60 Ausstellende, Werkstätten und Privatpersonen, zeigen ein vielfältiges Spektrum kunsthandwerklicher Arbeit.

Jedes Jahr besuchen an die 3.000 Menschen die Veranstaltung und nutzen die Gelegenheit, einen Einblick in die Eckernförder Werkstatt zu bekommen.

Ganzjährig, zu den Öffnungszeiten Montag bis Donnerstag von 8.00 bis 15.30 Uhr und Freitag 8.00 bis 13.00 Uhr, sind alle, die sich für die Arbeit einer Werkstatt für behinderte Menschen interessieren, herzlich willkommen. 

 

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